Ich war für euch in Florida unterwegs und hatte dieses Mal auch meine Familie dabei. Meine Kinder sind 5 und 9 Jahre alt und um das Fazit vorwegzunehmen: Das ist ein super Alter, um Florida zu entdecken!

Ich nehme euch nun mit auf den ersten Teil unserer Reise…viel Spaß beim Lesen.

Frankfurt
Wir sind mit der Lufthansa direkt von Frankfurt nach Miami geflogen. Gerade mit Kindern würde ich euch eine Non-Stop Verbindung unbedingt empfehlen. Es ist weniger anstrengend und alle kommen wesentlich entspannter im Urlaub an. Der Flug selbst ist dank eigenem Bildschirm am Sitz und einer großen Auswahl an Kinderfilmen recht kurzweilig und zwischendrin wird geschlafen, gegessen oder ein Buch gelesen.

Abflug FRA2

Ankunft Miami
Der Sunshine State hat uns leider nicht mit Sonne begrüßt – wir durften mitten in einem Tropical Storm landen (und ja es hat sehr gewackelt bei der Landung). Dafür war die Immigration (Einreise) wirklich schnell und unkompliziert und unser Gepäck hatten wir auch ruckzuck. Dann ab zum Alamo Schalter, um unser Auto zu übernehmen. Es ist alles perfekt ausgeschildert, so dass man keine Probleme hat den Weg zu finden. Die Autoübernahme hat ebenfalls reibungslos funktioniert. Die Kinder durften dann unser Auto aussuchen (Bei vielen Mietwagenstationen in den USA ist es so, dass es verschiedene Modelle/Marken gibt, die zur gleichen Fahrzeugkategorie gehören und man sich dann vor Ort sein „Wunschauto“ auswählen kann). Die Wahl fiel auf das gefühlt größte Auto – einen weißen Jeep Grand Cherokee. Gepäck verstauen, Navi programmieren und dann konnte es los gehen Richtung Miami Surfside. Auf der Fahrt hat dann bei den Kindern doch die Müdigkeit zugeschlagen und sie sind eingeschlafen. Nach ca. 45 Minuten (dank des Feierabendverkehrs) haben wir unser Hotel erreicht: das Residence Inn Miami Beach Surfside. Nach dem Einchecken in unser sehr großzügiges Zimmer mit separatem Schlafzimmer und Küche sind wir noch nach Surfside reingelaufen (ca. 5 Minuten zu Fuß) und haben dort bei einem leckeren Essen den Urlaub eingeläutet.
Restauranttipp Surfside: Flanigan’s  - typisch amerikanisch! Leckere Burger & Ribs in einer einer entspannten Atmosphäre.

Miami/Fort Lauderdale
Aufgrund des Sturms mussten wir unsere Miami Pläne etwas anpassen. Wir sind morgens aufgewacht und es hat immer noch gestürmt und geschüttet und die Straßen waren alle überflutet. Unser Auto war ebenfalls erst einmal nicht erreichbar, da die Garage unter Wasser stand. Also sind wir bei Wind und Wetter an den traumhaft schönen Surfside Beach. Wir waren zwar schnell sehr nass, aber es war trotzdem herrlich – endlich Meer und Sand zwischen den Fußzehen. Und weil es trotzdem total warm war, haben wir auch nicht gefroren. Zurück im Hotel haben wir direkt am Eingang Handtücher gereicht bekommen - Service auf die amerikanische Weise . Nach einer kurzen Mittagspause war auch die Garage leergepumpt und wir konnten unser Auto holen und nach Fort Lauderdale fahren. Hier gibt es die Sawgrass Mills Outlets, ein Traum für alle Shoppingfans! Wir haben den kompletten Nachmittag dort verbracht.
Essens-Tipp für die Oulets: Geht im Rainforest Café essen! Gerade für die Kinder ist das ein Highlight. Hier sieht es aus wie im Dschungel, es gibt Aquarien und jede Menge zu entdecken.

Miami Collage

Miami – Theater of the Sea/Islamorada - Key West
Am nächsten Morgen war der Wetterspuk vorbei und wir konnten uns bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauen Himmel auf den Weg Richtung Florida Keys machen. Hier hatten wir nämlich ein ganz besonderes Date .
Davor haben wir Miami Beach noch einen Besuch abgestattet, dort gefrühstückt und sind dann über den Venetian Way vorbei an Miami Downtown Richtung Florida Keys gefahren. Der Venetian Causeway ist eine absolute Empfehlung von mir. Er führt über mehrere kleine Inseln und bietet traumhafte Ausblicke auf die Skyline von Miami Downtown und den Kreuzfahrtschiffhafen. Außerdem führt er vorbei an zahlreichen beeindruckenden Villen und ist nicht so stark befahren wie die anderen Causeways. Nach einer 2-stündigen Fahrt erreichten wir unser Zwischenziel: Islamorada und das Theater of the Sea – ein kleiner familiärer Park eingebettet in die traumhafte Natur der Florida Keys. Wir haben hier einen wunderschönen Nachmittag verbracht. Hier gibt es Delphine, Seelöwen, Papageien, Schildkröten, kleine Haie und noch vieles mehr. Die Vorführungen sind sehr liebevoll und individuell und man ist wirklich nah dran an den Tieren. Ein weiteres Highlight ist der kleine Strand, man kann hier mit bunten Fischen schwimmen und diese auch füttern. Die Kids waren restlos begeistert und wir Eltern lagen entspannt auf einer Liege im Schatten. Der absolute Höhepunkt sind natürlich die Interaktionsprogramme mit den Tieren, die man buchen kann (wir empfehlen euch schon im Voraus zu reservieren, da es sonst passieren kann, dass die Programme ausgebucht sind). Wir hatten das Programm „Wade with the dolphin“ gebucht und es war unvergesslich. In einer sehr kleinen Gruppe (wir waren zu viert und dann noch ein Vater mit seinem Sohn) durften wir mit einer Trainerin den Delphin Isaac hautnah kennenlernen, mit ihm spielen, uns nassspritzen lassen und ihn berühren. Dadurch, dass man im Wasser steht und nicht schwimmen muss, ist dieses Programm theoretisch für Kinder in jedem Alter geeignet. Aber man sollte auch bedenken, dass Delphine große Tiere sind und gerade kleinere Kinder Angst haben könnten. Ich persönlich würde es für Kinder unter 5 Jahren nicht empfehlen. Es gibt noch andere Interaktionsprogramme, bei denen man Delphinen nah sein kann, aber nicht ins Wasser muss . Für mich war es das 2. Mal, dass ich diesen wundervollen Tieren so nah sein durfte, und ich fand die Erfahrung im Theater oft he Sea viel besser als beim ersten Mal. Die Delphine haben hier keine Betonbecken, sondern leben in einer Bucht. Man merkt, dass hier sehr auf das Wohl der Tiere geachtet wird und, dass die Mitarbeiter ein enges Verhältnis zu ihren Schützlingen haben. Mit 175$ (inkl. Parkeintritt & allen Shows) ist dieses Programm (Wade with the dolphin) sicherlich nicht günstig, aber ich finde es ist das Geld absolut wert. Wir kommen auf alle Fälle wieder!
Nachdem wir uns alle nochmal in der Lagune abgekühlt hatten, ging es für uns weiter zu unserem heutigen Tagesziel: Key West. Die Fahrt über die Keys war ein Traum! Man fährt über ewig lange Brücken und hat rechts und links das türkisfarbene Meer. Wir konnten uns gar nicht satt sehen . Da wir an dem Tag schon viel Programm hatten und wir den Abend in Key West verbringen wollten sind wir die knapp 2 Stunden durchgefahren. Unser Hotel das Havana Cabana kannte ich zwar schon, kann es euch aber auch weiterhin guten Gewissens empfehlen. Hier erwartet euch eine lockere kubanische Atmosphäre. Super praktisch ist der Shuttle, der euch alle 30 Minuten direkt rein nach Key West bringt und euch dort auch wieder einsammelt. Den haben wir dann auch direkt genutzt und in der Conch Republic Seafood Company ein leckeres Abendessen bekommen. Wenn ihr frischen Fisch oder auch Burger mögt, seid ihr hier richtig. Nach der Stärkung sind wir am Meer entlang Richtung Mallory Square geschlendert. Auf dem Weg sind zahlreiche Restaurants direkt am Wasser – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir dann am Sunset Pier – ein Traum . Am Mallory Square steppt abends der Bär und es macht total Spaß den Straßenkünstlern zuzuschauen, die jede Menge gute Stimmung verbreiten und versuchen sich gegenseitig zu überbieten. Todmüde sind wir dann alle ins Bett gefallen (die Kids sind schon im Shuttle eingeschlafen).

Theater of the Sea Collage

Key West
Für den Vormittag standen Pool und relaxen auf dem Programm. Das Hotel hat eine schöne Poolanlage und gerade für die Kinder war es nach der ganzen Action wichtig einfach mal durchs Wasser zu toben. Supercool sind die Leguane, die einfach am Pool rumlaufen (das Hotelpersonal sieht dies natürlich anders). Am späten Nachmittag sind wir Richtung Key West gefahren, dieses Mal mit dem Auto. Auch das lohnt sich, weil es ein Highlight ist durch die Nebenstraßen von Key West zu fahren und die tropische Vegetation in Kombi mit den tollen pastellfarbenen Häusern im Conch-Stil zu sehen. Empfehlenswert ist auch eine Old Town Trolley Tour, eine Hop-On/Hop-Off Tour, die euch zu allen Attraktionen von Key West bringt. Wir haben uns allerdings aufgrund der Hitze und der Kinder dagegen entschieden und haben unsere eigene Tour im klimatisierten Auto gemacht. Der Southernmost Point (südlichster Punkt der kontinentalen Vereinigten Staaten) durfte natürlich nicht fehlen, es bleibt aber jedem selbst überlassen ob man Lust hat sich für ein Foto in die oftmals doch recht lange Schlange zu stellen. Die Duval Street hat uns begeistert - hier herrscht den ganzen Tag über reges Treiben und es gibt unzählige Shops und Essensmöglichkeiten. Wenn ihr ohne Kinder unterwegs seid, solltet ihr diese Straße bei Nacht erleben, unzählige Bars mit Live-Musik und karibischem Flair locken. Wir haben den Abend im Old Town Mexican Café ausklingen lassen. Hier bekommt ihr leckeres mexikanisches Essen zu einem sehr fairen Preis.

Key West Collage

Key West – Key Largo
Den nächsten Tag haben wir mit einem typisch amerikanischen Frühstück begonnen. Direkt neben dem Hotel gab es ein Ihop: French Toast, Pancakes, Omelette alles, was das Frühstücksherz begehrt. Wir waren pappsatt danach! Unser heutiges Ziel war das Baker‘s Cay Resort auf Key Largo. Auf dem Weg dorthin hatten wir viel vor (zum Beispiel einen schönen Strand suchen und ausgiebig im Meer plantschen). Leider machte uns das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung und wir verließen Key West bei strömendem Regen. Eine kurze Regenpause gab es aber trotzdem und die haben wir genutzt und waren im traumhaft schönen Bahia Honda State Park – türkisfarbenes Wasser, weißer Sandstrand und im Hintergrund die tiefschwarzen Wolken. Es war eine ganz besondere Stimmung und wir waren quasi alleine. Nachdem wir eine Sandburg gebaut hatten und im Meer schwimmen waren kam der nächste Wolkenbruch und wir kamen pitschnass am Auto an. Die Laune war trotzdem super und Wechselsachen hatten wir auch im Auto. Bei schönem Wetter könnt ihr für diesen State Park ruhig ein paar Stunden einplanen. Für uns ging es weiter Richtung Islamorada, schaut hier unbedingt bei Robbie’s Marina vorbei. Hier kann man super zu Mittag essen und als besonderes Highlight Tarpune (kleinere Raubfische) füttern. Aber Vorsicht: Wer zu übermütig ist kann sich einen blutigen Finger holen. Nach dem Besuch haben wir uns dann das 2. Mal im Auto umgezogen – jaaaaa es hat immer noch geschüttet. Am späten Nachmittag kamen wir dann in Key Largo an. Unser Hotel war das Baker’s Cay Resort und was soll ich sagen…das Hotel ist ein absoluter Traum! Ich kann euch nur empfehlen euch hier einen Aufenthalt zu gönnen. Es war von der ersten bis zur letzten Minute perfekt. Pünktlich zu unserer Ankunft war auch der Regen vorbei und die Sonne kam raus. Wir durften einen wunderschönen Abend im Restaurant direkt am Strand verbringen inklusive eines einmaligen Sonnenuntergangs. Hier bekommt man zum Sonnenuntergang einen „Sundowner“ (Sekt) und kann diesen dann am hoteleigenen Strand oder auch auf dem Steg genießen. Die Kids sind glücklich und müde ins Bett gefallen und wir haben auf unserem Balkon mit Blick aufs Meer den Abend ausklingen lassen.

Fortsetzung folgt…

Keys Collage

Key Largo Collage

Über den Autor

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Sandra Kätsch

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